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Ziele

III. Stolberg – eine Stadt steht zusammen

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Zuwanderinnen und Zuwanderer kommen aus den unterschiedlichsten Gründen nach Deutschland. Das friedliche Miteinander verschiedener Kulturen ist in unserer Gesellschaft schon lange Realität. Migrantinnen und Migranten sind selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft mit vielen Zukunftschancen. Daneben dürfen bestehende Integrationsprobleme nicht übergangen werden. Für die gemeinsame Lösung solcher Konflikte stehen wir Sozialdemokratinnen und -demokraten.
In vielen Aktionen gegen politischen Extremismus arbeiten wir mit Vertretern aller Kulturen zusammen.

Chancengleichheit als oberstes Ziel

Wir in Stolberg profitierten jahrzehntelang davon, dass sich Menschen aus anderen Kulturen in unserer Stadt niedergelassen haben. Trotzdem müssen wir in einigen Bereichen noch für Chancengleichheit arbeiten. Durch respektvollen Umgang miteinander ist eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft möglich. Insbesondere Kinder von Flüchtlingen, die einen Schulabschluss erreicht haben, müssen verbesserten Zugang zu Ausbildungsplätzen erhalten. Hierzu ist die Bereitschaft Aller erforderlich sich Neuem zu öffnen. Der Schlüssel zu Chancengerechtigkeit in allen Bereichen ist Bildung. Sie ist die Grundlage für Integration. Im schulischen Leben muss das auch für Mädchen gelten und konsequent umgesetzt werden. Wir stellen uns der Herausforderung neue Ideen, Konzepte und Strategien umzusetzen. Hierzu erweitern wir unsere Kontakte und fördern bürgerschaftliches Engagement und Hilfe zur Selbsthilfe.
Wir setzen aber nicht darauf junge Menschen durch Bildung die Integration zu erleichtern, sondern auch ältere Menschen mit Migrationshintergrund müssen Angebote erhalten. Diese können bspw. Sprachkurse umfassen. Sprache ist der Schlüssel zu Kommunikation. Kommunikation zwischen den Kulturen hilft Vorurteile abzubauen und Menschen miteinander vertraut zu machen.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Bund, Land und EU

Stolberg alleine kann allerdings die Probleme nicht lösen. Ohne die Förderung aus Bundesmitteln, für die sich unser Bundestagsabgeordneter Achim Großmann maßgeblich eingesetzt hat, wären verschiedene Aktivitäten und Projekte nicht möglich gewesen.
Wir werden noch mehr Finanzierungsmöglichkeiten für Stolberg nutzen: Die SPD wird sich für den Einsatz von EU-Mitteln (z.B. der Europäische Sozialfonds) sowie weiteren Bundes- und Landesmitteln einsetzen.

Soziales Leitbild

In der kommenden Legislaturperiode wollen wir die soziale Arbeit der Stadt Stolberg besser aufstellen. Das ist in Zeiten knapper Haushalte und sinkender Mittelzuweisungen notwendig. Durch die Gründung eines Sozial- und Integrationsforums, welches eine Arbeitsgemeinschaft aus Politik, Stadt und Sozial- und Kulturverbänden sein soll, wollen wir die Planungen und die Arbeit der unterschiedlichen Akteure und Träger miteinander verbinden.
Eine Hauptaufgabe des Forums soll die Erarbeitung eines Leitbilds sein auf das zukünftige Maßnahmen und ihre Förderung ausgerichtet werden sollen. Ziel ist es durch Beteiligung einen größtmöglichen Konsens bei höchster Effektivität zu erreichen.
Mögliche Schwerpunkte die seitens der SPD in das Leitbild eingebracht werden können, sind eine „quartiersbezogene“ Sozialraumplanung, Verstärkung der aktivierenden und zugehenden Sozialarbeit sowie Förderung des interkulturellen Dialogs. Darüber hinaus muss unserer Meinung nach die Bildungs-, Unterhaltungs- und Aufenthaltsqualität verbessert werden.

Eine Stadt hat Nazis satt

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind ein allgegenwärtiges Problem in unserer Gesellschaft, sei es in Form von unterschwelliger Diskriminierung bis hin zur offenen Gewalt, wie wir sie leider im April 2008 auch in Stolberg erfahren mussten. Immer wieder werden Menschen auf Grund ihrer Herkunft, Religionsangehörigkeit oder Hautfarbe Opfer von Anfeindungen. In Stolberg werden solche Erscheinungen nicht ignoriert!
Sozialdemokraten treten für eine offene, tolerante und friedliche Gesellschaft ein, frei von jeglichen rechtsextremen, rassistischen oder antisemitischen Tendenzen. Hierfür zeigen wir im „Bündnis gegen Radikalismus“ auch gemeinsam mit den anderen demokratischen Kräften in Stolberg Flagge.
Für die Zukunft muss sichergestellt werden, dass jede rechtsextreme Aktion in Stolberg durch eine, wie auch immer geartete, Gegen- bzw. Aufklärungsveranstaltung begleitet wird.
Die SPD in Stolberg hat nach der vergangenen Kommunalwahl dafür gesorgt, dass nicht länger weggesehen wird. Dabei muss es bleiben! Rassisten, Rechtsradikale und ewig Gestrige haben in unserer Mitte keinen Platz!
In den nächsten fünf Jahren wird die Stadt unter Führung der SPD am Programm „Partnerstadt der bunten Städte“ teilnehmen. Dies umfasst Aktionen, die dem Abbau von Vorurteilen und dem Dialog der Kulturen dienen.

Integrationsrat

Durch die Arbeit eines Integrationsrates soll zukünftig eine verbesserte Zusammenarbeit in unserer Stadt möglich werden.
In Zukunft wird der Schwerpunkt der Aufklärungsarbeit gegen jede Form von Extremismus an den Schulen liegen.
Gegenseitige Aufrichtigkeit und Vorurteilslosigkeit sind Grundvoraussetzungen für ein gelungenes und friedliches Zusammenleben.
Voneinander lernen, miteinander leben, dafür steht die SPD!


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