Ziele
VI. Stolberg – die lebenswerte Stadt
TourismusentwicklungIn Stolberg ist Geschichte lebendig. Ob unser Aushängeschild, die Burg, unsere Altstadt, die Kupferhöfe, das Museum Zinkhütter Hof, die Hammerwerke, ganze Straßenzüge unter Denkmalschutz, dies alles sind Alleinstellungsmerkmale, durch die Stolberg, die Kupferstadt im Aachener Land, über die Grenzen der Städteregion hinaus bekannt geworden ist.
In der Vergangenheit spielte der Tourismus in Stolberg eine eher untergeordnete Rolle. Rückläufige Übernachtungszahlen, ein eher schlechtes Image bei Auswärtigen und den Stolbergern selbst gehörten zu den Folgen.
Die ersten Schritte in die richtige Richtung wurden mittlerweile schon getan.
Umsetzung des Tourismuskonzepts für die InnenstadtViele Projekte aus dem Masterplan der Kölner Tourismusberatung wurden bereits realisiert. Den bereits umgesetzten Maßnahmen müssen weitere folgen. Es gilt, die Attraktivität für auswärtige Gäste weiter zu steigern. Die Öffnung der Burgstollen als touristisches Highlight sowie eine Ausschilderung sämtlicher Sehenswürdigkeiten gehören zu den Projekten, die wir wohlwollend begleiten werden.
Tourismuspotential in den Ortsteilen nutzenDie Schönheit und Attraktivität der südlichen Stadtteile gehört aber ebenso zu den Pfunden, mit denen wir wuchern wollen. Jeder der südlichen Stadtteile wie Breinig, Dorff, Gressenich, Mausbach, Schevenhütte, Venwegen, Vicht und Zweifall bietet mit der Lage direkt am Naturpark Nordeifel mitten im Grünen beste Voraussetzungen für eine touristische Nutzung. Aber in Stolberg steckt noch unheimlich viel Potenzial. Dieses gilt es in den kommenden Jahren auszuschöpfen. In Zusammenarbeit mit lokalen Interessengruppen müssen auch diese touristischen Anziehungspunkte gefördert werden. Hier muss sich auch die Stadt im Rahmen Ihrer Möglichkeiten zunehmend einbringen und die touristische Infrastruktur auf diese ausweiten.
Thematische Veranstaltungen weiterentwickeln
Es ist eines unserer Ziele, durch die Förderung bereits etablierter und durch neue thematische Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Kooperation mit dem Ring deutscher Schmiedestädte, dem Mittelalterfest, dem Weihnachtsmarkt, usw., die Einzigartigkeit Stolbergs noch mehr herauszustellen.
Stolberg ist eine Stadt, die interessant ist und bleiben muss, für seine Gäste und für seine Bürger! Genau dies wollen wir!
Der Tourismus an sich ist kein Selbstzweck. Er ist Standortfaktor mit Auswirkungen auf das Leben in unserer Stadt und den umliegenden Stadtteilen. Eine attraktive Stadt weckt Interesse für sich neu ansiedelnde Unternehmen. Nicht zuletzt stellt Tourismus einen Einnahmefaktor für den lokalen Einzelhandel und die Gastronomie dar.
Kooperationen mit der Privatwirtschaft realisierenNur darf die Stadtverwaltung nicht allein gelassen werden in ihren Bemühungen, den Tourismus positiv zu entwickeln. Auch die Privatwirtschaft, insbesondere Gastronomie und Einzelhandel, ist gefordert, gemeinsam mit der Stadtverwaltung die nötigen Schritte zu unternehmen.
Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, mit anderen Städten und Kommunen im In- und Ausland, aber auch Kooperationen mit Organisationen wie z.B. der Eifeltouristik hat sich bewährt und muss ausgebaut werden. Mit attraktiven Angeboten an Wochenenden und für Kurzreisen, Tagungen und Konferenzen, durch die Einbindung des ÖPNV in das Tourismuskonzept und durch überörtliche Werbung kann noch viel in Stolberg bewegt werden.
Werbung für unsere Stadt und ihre Stadtteile darf allerdings nicht nur isoliert und im Alleingang gemacht werden. Stolberg ist Bestandteil einer reizvollen und abwechslungsreichen Region im Herzen Europas.
Die Nähe zur Eifel mit dem einzigen Nationalpark in NRW, zu Aachen, zur Rheinschiene und zum benachbarten europäischen Ausland muss stärker genutzt werden. Hier kann Stolberg noch viel mehr profitieren als bisher!
Kulturerlebnis StolbergStolberg hat ein reiches Kulturleben. Die Mitglieder der traditionellen Kulturvereine wie Heimat- und Geschichtsvereine, der Musik- und Schützenvereine, der Theatervereine, der Karnevalsgesellschaften, um nur einige zu nennen, opfern einen großen Teil ihrer Freizeit, um das Leben in unserer Stadt bunter und vielfältiger zu gestalten. Dieses Engagement für unser Brauchtum muss nach Kräften unterstützt werden.
Zu den Events, die sich bereits einen festen Platz im Stolberger Kulturkalender erkämpft haben, gehören ohne Zweifel auch die Stolberger Museumsnacht, das Schüler-Theater-Festival, der Stolberger Musiksommer oder die bereits oben erwähnten thematischen Veranstaltungen.
Die Großveranstaltungen „Kunst auf dem Weg“ und der „Kupferstädter Kunstmarkt“ zählen ebenfalls dazu.
Die überregionalen Projekte im Rahmen der Euregionale haben Stolberg ebenfalls mehr als bereichert. Dieser Effekt soll zukünftig durch engere Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden in der Städteregion Aachen noch verstärkt werden.
Privates EngagementOhne private Initiativen ist ein abwechslungsreiches Kulturjahr jedoch nicht zu gewährleisten! Dem Engagement privater Unternehmer ist es zu verdanken, dass nach wie vor eine musikalische Ausbildung in der Stadt angeboten werden kann, dass es Theatervorstellungen gibt etc.
Speziell für Freunde der darstellenden Kunst bieten privaten Galerien, Kunsthandlungen oder auch die Ausstellungsreihe Artibus in der Burggalerie ein breit gefächertes Angebot und den Stolberger Bürgern und darüber hinaus den Menschen in der Region jede Menge Vielfalt und Qualität.
Sie zeigen das Bild einer Stadt, in der Kultur wichtig ist – für die Kulturschaffenden und für die Menschen, die sich für Kultur interessieren.
Die Events : „Stolberg goes China“ und „Stolberg goes Brasilia“ bringen Geschichte, Kultur, Gastronomie, Heilkunde aus anderen Kontinenten in einer Fülle von Veranstaltungen den Menschen in unserer Region nahe.
Im Jahr 2009 heißt es „Stolberg goes Espana“, was uns in den kommenden Jahren noch erwartet, darauf dürfen wir gespannt sein.
Bestehende Projekte und neue Ideen müssen jedoch entwickelt und gefördert werden. Eine mögliche neue Idee wäre ein „Haus der Kulturen“. Hier kann die Stadt als Rahmengeber und Vermittler unter den verschiedenen Kulturen, Vereinen, Initiativen etc. auftreten, den Organisatoren und Kreativen unserer Stadt noch mehr als bisher mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die verschiedenen Angebote können so besser koordiniert, Synergieeffekte genutzt und ein breiteres flächendeckendes Angebot geschaffen werden. Hier ist die Stadt jedoch auch auf die Bereitschaft zur Zusammenarbeit der verschiedenen Kräfte in Stolberg angewiesen.
Ein Klima für Kultur pflegen, die vielen ehrenamtlich engagierten Kulturschaffenden
unterstützen, Rahmenbedingungen schaffen und erhalten, dafür steht die SPD.
Erhaltung der städtischen InfrastrukturDazu zählen auch die entsprechenden Veranstaltungsstätten: die stadteigene Volkshochschule, die Stadtbücherei, das Kulturzentrum Frankental, die Stolberger Burg, die Bürgerhäuser in Büsbach, Mausbach, Münsterbusch und Venwegen, die Mehrzweckhallen in Atsch, Vicht und Breinig. Alle diese Örtlichkeiten gilt es zu erhalten und weiterhin der Bevölkerung zur Nutzung zu überlassen.
Die alle bieten die Möglichkeiten, kulturelle Aktivitäten durch vertretbare Nutzungsentgelte und entsprechende Eintrittspreise den interessierten Bürgern nahe zu bringen. Dies muss auch in Zukunft gewährleistet sein und dafür setzt die SPD sich ein.
In diesem Zusammenhang setzt sich die SPD ebenfalls für eine Überprüfung der bestehenden Verträge mit den Bürgerhäusern ein, da diese ggf. den aktuellen Rahmenbedingungen angepasst werden müssen.
Förderung des SportsSport in Schulen, Vereinen oder Freizeit ist eine wichtige Grundlage für gesunde Kinder, Jugendliche, Erwachsene, behinderte Menschen und Senioren. Sport bietet außerdem die Möglichkeit zum Aufbau sozialer Kontakte.
Um den Erhalt dieser mit dem Sport verbunden Möglichkeiten zu gewährleisten, ist es wichtig, alles, was im Rahmen der finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten der Stadt steht, zu tun. Neben der Modernisierung und Instandhaltung von Sportanlagen, wie dem Hallenbad oder Sportplätzen, sind Bestrebungen zu Vereinsfusionen der richtige Schritt, Kräfte zu bündeln, um das vielfältige Angebot der Vereine für ihre Mitglieder zu erhalten und ggf. sogar auszubauen. Diese Bestrebungen werden wir nach wie vor unterstützend begleiten.
Durch geeignete und moderne Sportstätten kann eine verbesserte Nachwuchsförderung betrieben und unter Umständen ein Abwandern der Sportler in Vereine außerhalb Stolbergs unterbunden werden. Die SPD bleibt bei ihrer Zusage pro Jahr einen durch Fusion entstandenen Fußballverein mit der Errichtung einer modernen Sportanlage zu fördern.
Die qualifizierte Ausbildung der Übungsleiter ist ebenfalls sehr wichtig. Hierauf muss von Vereinsseite unbedingt geachtet werden. Die Stadt kann dabei unterstützend zur Seite stehen.
Zur Realisierung der Maßnahmen ist als Teil des städtischen Budgets die durch das Land zugewiesene Sportpauschale bestimmt. Die ausschließliche Verwendung für den Sport ist Bedingung für die Zuweisung und muss unbedingt eingehalten werden.
Die Einrichtung von neuen Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung ist jedoch nicht zwingend aufwendig und kostenintensiv. Es können zum Beispiel ohne großen Aufwand auf öffentlichen Flächen und Plätzen Boulebahnen, Basketballkörbe oder ähnliches installiert werden. Damit erhöht man die Lebensqualität in den Stadtteilen und bietet jungen wie alten Menschen neue Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.
Die Möglichkeiten des Sponsorings und eines verbesserten Marketings sollten hierbei wie bei allen anderen Maßnahmen stets geprüft werden. Hier kann die Stadtverwaltung den Kontakt zu Sponsoren wie auch erfahrenen Veranstaltern herstellen. Die Einbindung des Kulturmanagers ist eine Variante, die Möglichkeit der Werbung und Präsentation in Schulen wie auch die Kooperation mit eben diesen eine andere.
Neue Trends und Entwicklungen erkennenNeben den bereits etablierten Sportarten ist es auch von zunehmender Bedeutung, sich aufkommenden Trendsportarten nicht zu verschließen, um gerade im Bereich der Jugendarbeit neue Akzente zu setzen. Die Einrichtung des „Vital – Parcours“ im Münsterwäldchen bietet die Möglichkeit zur Ausübung vieler unterschiedlicher Sportarten, die unsere Bürgerinnen und Bürger gesund erhalten sollen.
Durch das Zusammenspiel von realistischer Eigenleistung und städtischer Unterstützung kann in diesem ebenfalls für das Image der Stadt wichtigen Bereich viel bewegt werden. Ein reichhaltiges Angebot von Sportarten wie Beach-Volleyball oder Street-Soccer ist unbedingt erstrebenswert, es macht die Stadt so lebenswert.
EhrenamtDie SPD setzt sich für eine Honorierung des ehrenamtlichen Engagements ein.
Hierzu müssen verschiedene Möglichkeiten geprüft werden, zum Beispiel Vergünstigungen in städtischen Einrichtungen, dem ÖPNV, bei Kultur- und Sportveranstaltungen oder ähnlichem.
Das Ehrenamt ist der Mittelpunkt jedes Vereins. Die rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten sind jedoch sehr umfangreich und nicht jedem mit aller Konsequenz bekannt. Hierzu soll es zukünftig zentrale Informationsveranstaltungen u.a. zu Haftungs-, Versicherungs- und Steuerfragen geben. Die Stadtverwaltung soll geeignete Materialien bzw. die nötigen Daten zur Informationsbeschaffung vorhalten und die Ehrenamtler durch Schulungen unterstützen.