Ziele

I. Stolberg – eine Stadt mit Zukunft

In der vergangenen Legislaturperiode ist unter Verantwortung der SPD in Stolberg viel geschehen. Darauf gilt es in den Jahren 2014 - 2020 aufzubauen. Die SPD Stolberg setzt auf eine behutsame Weiterentwicklung unserer Stadt.

Vitale Innenstadt

Auf der Basis des Entwicklungskonzeptes „Talachse Innenstadt“ soll die im Bereich des Olof-Palme-Platzes bereits begonnene Modernisierung der Stadt in Stufen fortgesetzt werden. Ein Förderantrag hierzu ist bereits Ende 2013 beim Land NRW gestellt worden.

Beginnend mit Kaufland, Burgcenter bis hin zur Mühle wollen wir die Innenstadt entlang der Vicht wieder zu neuer Attraktivität führen.
Mit mehr Aufenthaltsqualität, guter Verkehrsanbindung und einem optimalen Parkplatzangebot sollen zusätzliche Chancen für den Einzelhandel - ebenso wie für Passanten - eröffnet werden. Einzelhandel und Gastronomie sollen zukünftig durch Außenpräsentation der Waren und Außengastronomie zeitgemäß ihre Angebote präsentieren können.

Als nächste Bauabschnitte sind die Bereiche Rathausstraße und die südliche Salmstraße mit Bastinsweiher vorgesehen.

Für den Oberen Steinweg sind die planerischen Weichen gestellt, die frühere Einkaufsstraße umzuwandeln. Hier wird zukünftig das Wohnen und gleichzeitig der Erhalt und die Weiterentwicklung von Einzelhandel und Dienstleistung ermöglicht.

Vermehrte Nachfrage nach Umbau von ebenerdigen Geschäften zu Wohnungen, die günstige innerstädtische Lage mit kurzen Wegen, das Altstadtflair, sowie die Nähe zur Vicht sind gute Voraussetzungen für eine Neubelebung des Steinweges.

Sicher ist die hervorragende Anbindung an Bus und Euregiobahn ein guter Standortfaktor für Studenten- und Seniorenwohnungen. Durch ein Pilotprojekt will die Kupferstadt Stolberg bei der Weiterentwicklung des Steinwegs vorangehen. Mit dieser Vorgehensweise soll auch den Eigentümern anhand des Musterbeispiels Sanierungs- und Nutzungsmöglichkeiten aufgezeigt und notwendige private Investitionen angestoßen werden.

Bei der Umsetzung aller Maßnahmen in der Innenstadt werden wir weiterhin die bewährte Zusammenarbeit mit Stadtmarketing Stolberg (SMS) fortsetzen und genauso andere Vertreter des Einzelhandels und natürlich die Bürgerschaft einbeziehen.


Stärkung der Stadtteile

Neben der Stärkung des Stadtzentrums ist auch eine Attraktivitätssteigerung der Stadtteilzentren dringend erforderlich. Gute erste Schritte sind bereits in Mausbach getan worden, z. b. durch die neue Treppenanlage am Markusplatz.

Wir werden dafür Sorge tragen, dass auch in den anderen Stolberger Ortsteilen unter Einbindung der Bürgerschaft, insbesondere z.B. der Werbegemeinschaft Breinig, dem Aktionsring Handel und Handwerk Büsbach, aber auch aller anderen lokalen Initiativen, die richtigen Schritte unternommen werden. Besondere Bedeutung in einem Stärkungskonzept für die Stadtteile kommt dem Bereich der örtlichen Nahversorgung zu.
Hier tut sich erfreuliches im Stadtteil Vicht. In Kürze soll dort ein Dorfladen eingerichtet werden, der neben der Grundversorgung der Vichter auch als Kommunikationspunkt für die Bürger gedacht ist. Das Projekt findet unsere volle Unterstützung. Es ist gutes Beispiel für alle Stadtteile mit ähnlichem Bedarf.

Wir unterstützen ebenso den Erhalt und die Modernisierung der „Alten Schule Werth“ als zentrales Gemeinschaftshaus und die Arbeit der Bürgerinitiative „Unser Büsbach hat Zukunft“. Für eine Umgestaltung des Marktbereichs sind Planungskosten bereitgestellt.

Schaffung von neuen Baugebieten

Das Ziel, neue Baugebiete zu erschließen, resultiert aus dem nach wie vor hohen Bedarf an familienfreundlichen Wohnformen. Es liegt im besonderen Interesse der Kupferstadt Stolberg, besonders für junge Familien in unserer Stadt, aber auch für Neubürger günstige Baugrundstücke anzubieten. In Zeiten des demografischen Wandels ist es wichtig, dass wir unsere Einwohnerzahlen halten bzw. vergrößern und somit auch Steuerkraft und Bundes- und Landeszuweisungen sichern.

Mit der Gründung der Stolberger Bauland GmbH (Stadt und Sparkasse) wollen wir die Schaffung von neuen Baugebieten, z.B. auf dem Donnerberg (Stadtrandsiedlung), in Mausbach (Franzosenkreuz), und in Breinig (Corneliastraße) beschleunigen.

Weiterentwicklung der Verkehrsplanung

Die Verkehrsentwicklungspolitik der SPD wird sich in Stolberg insbesondere auf die Optimierung der Verkehrsführung in problematischen Bereichen fokussieren. Dazu gehört vor allem die mittelfristige Umsetzung der Lösungsvorschläge aus dem Verkehrsgutachten für die östlichen Stadtteile. Es wird auf eine Entlastung für alle angesprochenen Stadtteile zu achten sein, also Donnerberg, Werth, Mausbach, Gressenich und Schevenhütte. Niemand soll benachteiligt oder bevorzugt werden.

An zwei Stellen sind wir bereits einen großen Schritt weiter. So konnte der dringend benötigte Kreisverkehr Eschweilerstraße vor einiger Zeit fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Beim Kreisverkehr Nachtigällchen sind die Bauarbeiten in vollem Gange. Das Projekt ist für Stolberg von enormer verkehrlicher Bedeutung. Denn hier prallen zwei Hauptverkehrsströme aufeinander, die durch Ampeln mehr schlecht als recht bewältigt werden konnten. Der Kreisverkehr hier wird nicht nur für die Autofahrer eine große Entlastung bringen, auch die Betriebsanbindungen an Leoni-Kerpen und an Schwermetall können entscheidend verbessert werden. Die SPD hat diese Maßnahme seit 20 Jahren gefordert und freut sich, dass sich der langjährige Einsatz gelohnt hat, wenn der Kreisverkehr in einigen Monaten fertiggestellt sein wird.

Für die Ortsdurchfahrt Breinig/Breinigerberg sehen wir weiter Handlungsbedarf. Über die bereits umgesetzten Verbesserungen hinaus wollen wir in Kooperation mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW zu tragfähigen Lösungen kommen, um die Verkehrssituation zu entschärfen.
Ein Gefahrenpunkt war und ist die Sebastianusstraße in Atsch. Daher werden in Kürze die beschlossenen verkehrssichernden Maßnahmen realisiert, um das Gefahrenpotential fühlbar zu senken. Auch am Atsch Dreieck werden durch Umbaumaßnahmen der Verkehrsfluss und die Abbiegevorgänge vor allem für den Schwerlastverkehr entscheidend verbessert werden.

Vor dem Hintergrund der projektierten Verkehrsentwicklung in Münsterbusch und Atsch (geplanter Autobahnanschluß Eilendorf) fordern wir den Landesbetrieb Straßenbau auf, weiterhin nach möglichen Entlastungsmaßnahmen zu suchen, z. B. Ortsumgehungen.

Verkehrskonzepte sind ebenfalls notwendig, um die Belastungen auf der Höhenstraße und auf der K13 (Mauer-, Prämien-, Konrad-Adenauer-Straße) zu senken und die Verkehrssicherheit zu verbessern.

ÖPNV – Bus und Euregiobahn – für die Mobilität der Bürger unverzichtbar

Stolberg hat im Vergleich zu den anderen Kommunen in der Städteregion - Aachen ausgenommen - das dichteste Busnetz, gemessen an den Kilometerzahlen. Dies bedeutet für die städtischen Finanzen eine große finanzielle Belastung, ist aber aus der Sicht der SPD unverzichtbar. Dies und die bestens eingeführte Euregiobahn bieten, erst recht nach dem Ringschluss in Richtung Alsdorf, allen Bürgern unabhängig von der Verfügbarkeit eines PKWs ein hohes Maß an Mobilität. Unsere Zielsetzung für Busfahrten ist ein „Stolberg Tarif“, der die Beziehungen der Bürger und die Erreichbarkeit innerhalb der Stadt zu günstigen Fahrpreisen festigen und verstärken soll.

Hauptbahnhof Stolberg - Bahnknotenpunkt für Berufspendler und Bahnreisende

Durch eine vorbildliche Zusammenarbeit von privatem Engagement und öffentlicher Bezuschussung erstrahlt unser Hauptbahnhof in altem Glanz mit einer zeitgemäßen Ausstattung. Das jahrzehntelange negative Thema der fehlenden Toiletten ist positiv gelöst, und dank des Engagements der Dorv e. V. wird er durch einen 'Servicepoint' mit Leben erfüllt werden. Jetzt gilt es für die zunehmende Zahl der Bahnreisenden weitere Parkmöglichkeiten in Bahnhofsnähe zu schaffen.

Geplant und mit guten Aussichten auf eine zeitnahe Bezuschussung und damit Realisierung ist auf dem derzeitigen P&R-Parkplatz ein offenes Parkhaus mit - und das ist überfällig - einem barrierefreien Zugang zu den Fernbahnsteigen geplant. Die finanziellen Eigenanteile der Stadt sind im Haushalt 2014/2015 veranschlagt.