Ziele

IV. Stolberg – Kinder- und familienfreundliche Stadt

Die Gestaltung als kinder- und familienfreundliche Stadt war und ist Mittelpunkt des politischen Handelns der SPD Stolbergs. Wir haben in der Vergangenheit viel dafür getan, Stolberg als eine der attraktivsten Städte für Kinder und Familien in der Städteregion zu etablieren und wollen diese Spitzenposition weiter ausbauen. Neben den dafür wichtigen Standortfaktoren, wie einer vielfältigen Schullandschaft und einer kulturellen Grundversorgung, ist geeigneter und bezahlbarer Wohnraum für junge Familien besonders wichtig. Die Erschließung von bezahlbarem Bauland muss daher weiter betrieben werden. Die sozialen und familiären Situationen der Familien müssen dabei beachtet und berücksichtigt werden.

Wir wollen, dass sich junge Familien in Stolberg willkommen und wohl fühlen. Das Baby-Begrüßungspaket ist ein wirkungsvolles Instrument, frühzeitig mit Familien Kontakt aufzunehmen. Dieses Angebot und das umfassende Informations- und Beratungsangebot des Jugendamts in enger Zusammenarbeit mit den anderen sozialen Einrichtungen und freien Trägern wird von den Familien gerne genutzt. Es soll in Anlehnung an die gesellschaftlichen Entwicklungen und gesetzlichen Vorgaben weiter ausgebaut werden.


Chancen für Kinder und Jugendliche

Kinder sind unsere Zukunft! Daher müssen wir insbesondere bei Kindern von Anfang an die Weichen richtig stellen. Mit der Geburt beginnt ein lebenslanger Lehr-, Lern-, Bildungs- und Integrationsprozess. Durch die Herkunft ist der Schul- und Lernerfolg jedoch leider oftmals vorherbestimmt. Zudem leben viele dieser Kinder zusätzlich in Armut. Derzeit sind es Studien zufolge insgesamt rund 1 Million Kinder, deren Situation nur mit einem guten Erziehungs- und Bildungssystem mittelfristig verbessert werden kann. Die Chancengleichheit ist nicht nur ein Schlagwort, sie ist ein Grundpfeiler in der 150jährigen Geschichte der SPD. Sie anzustreben und zu verwirklichen ist auch Ziel der SPD in Stolberg! Wir wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten die Voraussetzungen schaffen, Familien, Kinder und Jugendliche bei ihrer Entwicklung zu unterstützen und ihnen positive Lebensperspektiven zu ermöglichen! Bürger, die auf der Grundlage umfangreicher Erziehung und Bildung bewusst nach demokratischen Regeln zu leben gelernt haben, werden links- oder rechtsextremistischem Gedankengut keinen Platz einräumen!


Erfolg durch Prävention

Der Schutz der Schwächsten in unserer Stadt ist eine der wichtigsten Aufgaben der kommunalen Verwaltung und ihrer Mitarbeiter. Dazu sind eine ausreichende Personalausstattung und eine finanzielle Unterstützung zum Beispiel im Bereich der pädagogischen Familienhilfe für Familien und Alleinerziehende mit ihren vielfältigen Problemen unverzichtbar. Durch eine gezielte Arbeit mit den Familien kann die Entstehung vieler Probleme vermieden werden, die den familiären Zusammenhalt oftmals gefährden und anschließend personal- und kostenintensiv wieder gelöst werden müssen. Stolberg hat ein netzwerkgestütztes Frühwarnsystem zur Erkennung und Vermeidung von beispielsweise Kindesmissbrauch oder Vernachlässigung entwickelt, dieses wollen wir weiterhin unterstützen und ausbauen.


Familienzentren

Wir unterstützen die Einrichtung von weiteren Familienzentren in den Kindertagesstätten. Die in den Kindertagesstätten bereitgestellten Informationen und Angebote vor Ort sind eine wichtige Hilfestellung für die Eltern. Die Vernetzung mit sozialen Diensten, Ärzten, Krankenhaus, Hebammen usw. stellt eine vielfältige und notwendige Versorgung in nahezu allen familiären Angelegenheiten sicher.


Integration und U-3-Betreuung

Der Ausbau der U-3-Betreuung war und ist ein Erfolg in Stolberg, der ohne die tatkräftige Arbeit des Jugendamts und seiner Mitarbeiter nicht möglich ist. Diesen Ausbau wollen wir weiter unterstützen und die notwendigen Voraussetzungen mit Unterstützung des Bundes und des Landes NRW dafür schaffen.

Neben der Betreuung in den Kindertagesstätten müssen optimale Rahmenbedingungen für die Betreuung in der Kindertagespflege geschaffen werden. Daher werden wir uns verstärkt für die Ausbildung und Qualifizierung der Tagesmütter und –väter und deren angemessene Bezahlung einsetzen.

Flexible Öffnungszeiten, altersgemischte und integrative Gruppen, gute pädagogische Konzepte und ausreichend Personal sind hierfür unerlässlich. Die SPD Stolberg wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass sich die Kinderbetreuung an den individuellen Bedürfnissen der Eltern orientieren.


Integration durch Sprache

Eine besondere Bedeutung für die Wahrnehmung von Bildungschancen hat die Sprachkompetenz sowohl bei deutschen Kindern als auch bei Kindern mit Migrationshintergrund. Das Beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift ist der Schlüssel zur Teilhabe an Bildungsangeboten in Schulen und Vereinen, zur Integration in die Gesellschaft und damit unerlässlich für eine Chancengleichheit im späteren Berufsleben. Wir Sozialdemokraten wollen uns weiterhin für einen Dialog zwischen den Kulturen einsetzen, um Sprachbarrieren zu überwinden und das Zusammenleben in unserer Stadt zu vereinfachen.

Kindertagesstätten mit ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag sind die ersten Einrichtungen, die auch Kinder aus Zuwandererfamilien umfassend erreichen. Deshalb bietet sich in der Kindertagesstätte die große Chance, interkulturelles Lernen aller Kinder zu verwirklichen. Um der damit verbundenen Verantwortung gerecht zu werden, bedarf es der fachlichen Unterstützung der Träger und pädagogisch Verantwortlichen. Instrumente wie das Betreuungsgeld gehen in eine völlig andere Richtung und dürfen diese Chance nicht zunichtemachen!


Lern- und Lebensort Schule

Internationale Vergleiche zeigen, dass ganztägiger Unterricht einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung von Bildungschancen und von Bildungsqualität darstellt. Schule muss sich vom reinen Lernort hin zum anregungsreichen Lehr-, Lern- und Lebensort entwickeln. Der Lernraum ist der dritte Erzieher.

Das System der offenen Ganztagsgrundschule hat sich in Stolberg bewährt. In enger Abstimmung mit Schulen und Eltern wollen wir das Konzept der offenen Ganztagsgrundschulen weiterentwickeln und dafür eintreten, dass das Land NRW die erforderlichen organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen schafft, um mit einem zuverlässigen Programm allen Kindern den Zugang zur Ganztagsschule zu ermöglichen, das heißt weg vom offenen Ganztag in Richtung ausreichendem Angebot im gebundenen Ganztag in Grundschulen. Für jedes Kind muss der Ganztagsunterricht und damit die Chancengleicht gewährleistet werden, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten seiner Eltern.


Inklusion – Der Einzelfall zählt

Durch die EU Konvention ist Inklusion als Gesetz umzusetzen. Nicht um jeden Preis sollte jedes Kind eine Regelschule besuchen. Jeder Einzelfall sollte individuell geprüft werden. Die finanziellen und die planungstechnischen Rahmenbedingungen zur Umsetzung müssen beachtet werden, so z.B. die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer und die Erstellung eines Inklusionsplanes. Gerade Stolberg hat mit einigen Modellprojekten eine Führungsrolle in der Umsetzung übernommen. Zum Erhalt der Förderschule und deren guter Arbeit sollte eine interkommunale Kooperation angestrebt werden.


Ferienbetreuung

Wir unterstützen die Schulen in Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe und deren bereits vorhandenen Aktivitäten, weitere Angebote für Schüler auf die Ferien und Feiertage auszudehnen.


Verkehrsinfrastruktur

Für die Schüler sollte ein umfangreicher, auch am Nachmittag gut ausgebauter Verkehr zur sicheren Beförderung zwischen Schule und zu Hause vorgehalten werden. Auch die Kooperation zwischen unterschiedlichen Schulformen wird durch die zugehörige Infrastruktur gefördert.


Gemeinsamer Unterricht

Durch den unermüdlichen Einsatz der SPD Stolberg ist es gelungen, das gemeinsame Unterrichten nach dem Besuch der Grundschule in Stolberg einzuführen. Sowohl die Gründung der Gesamt- als auch der Sekundarschule begrüßen wir, da hier auf den Eltern- und Schülerwillen eingegangen wurde. Mit einem speziell auf die Stadt Stolberg zugeschnittenen Konzept der Sekundarschule in einem kleineren Lernraum kann hier auf ein Alleinstellungsmerkmal in der Städteregion verwiesen werden.


Abitur nach 12 und 13 Jahren

Durch die Einführung des Abiturs nach 12 Jahren an den Gymnasien, gekoppelt an den Ganztagsunterricht, ist es gelungen, eine verträgliche Umsetzung des G8-Unterrichtes zu schaffen. Hier unterstützen wir die individuelle Stärke der Gymnasien, aber auch die Kooperationen der Schulen untereinander, um ein breiteres Angebot für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen.

Mit Hilfe der Gesamtschule ist es ein weiteres Ziel, auch das Abitur nach 13 Jahren zu ermöglichen, so dass die Schülerinnen und Schüler vielfältige Möglichkeiten haben, das Abitur zu erreichen.


Realschule Mausbach

Im südlichen Bereich der Stadt Stolberg ist die Realschule Mausbach als in Zukunft einzige Realschule Stolbergs eine wichtige Stütze in unserem Stolberger Schulprofil, welche wir in ihrer Weiterentwicklung unterstützen werden.


Modernisierung und Klimaschutz

Wir werden weiter die Landeszuschüsse der Schulpauschale zur Modernisierung und Sanierung der Schulen einsetzen. Auch moderne Lehr- und Lernmittel werden künftig zu den Selbstverständlichkeiten in Stolberger Schulen zählen. Die Ausstattung mit elektronischen Medien muss weiter verbessert werden. Mit Hilfe von Fördermitteln wird durch die energetische Sanierung sowohl der Klimaschutz als auch eine Einsparung der Kosten erreicht, welche sich gerade an den Schulen mit einer klimabewussten Erziehung kombinieren lässt.


Erleichterung des Übergangs Schule und Beruf

Durch die Schaffung vieler Kooperationen von Schulen und Arbeitgebern soll ein besserer Übergang für Schülerinnen und Schüler ermöglicht werden. Auch für die Unternehmen stellt dies eine Möglichkeit dar, frühzeitig Kontakte herzustellen.

Wir werden die Jugendberufshilfe mit ihrer qualifizierten Arbeit mit Jugendlichen weiter unterstützen.

Eine weitere Säule ist der Verein für Allgemeine und Berufliche Weiterbildung (VABW) mit seinen hervorragenden Ausbildungs- und Schulungsangeboten. Auf Initiative der SPD ist die dauerhafte Finanzierung der Einrichtung durch die Städteregion sichergestellt worden.


Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplanung aus einem Guss

Um eine Planungssicherheit und eine gute bzw. bessere Koordination zwischen Schulen, Kindertagesstätten und den vielen Einrichtungen in Stolberg zu erreichen, ist es notwendig, den Jugendhilfeplan und den Schulentwicklungsplan aufeinander abzustimmen, so dass Synergieeffekte genutzt werden und evtl. Profile miteinander abgestimmt werden. Die Arbeit der Schulsozialarbeiter als Bindeglied der beiden Bereiche muss folgerichtig weitergeführt werden. Wir haben nachdrücklich an Bund und Land appelliert, die Finanzierung fortzuführen.


Chancengleichheit an Stolberger Grundschulen

Mit der Kooperation von Bildungsbüro, Schulverwaltung, den Grundschulleitern/innen und der Politik wurde ein dynamisches Konzept erstellt, welches sowohl auf die räumlichen als auch auf die sozialen Bedingungen eingeht und den Schulen so die Möglichkeit gibt, für alle Schülerinnen und Schüler eine optimale Lernumgebung mit kleinen Klassen anzubieten. Wir wollen weiterhin, dass alle Kinder wohnortnah beschult werden können.


Mittagstisch in Schulen und Kindergärten

Sowohl in den Kindertagesstätten als auch in den Ganztagsschulen müssen bedürftige Kinder durch ein kostenfreies Essen grundversorgt werden. Wir unterstützen deshalb Vereine wie die AWO und "Menschenskind" und alle, die sich für eine solche Versorgung einsetzen.


Beitragsfreiheit für Kindertagesstätten und Schulen

Wie in den Kindertagesstätten gilt auch für die Schulen der Grundsatz, dass wir durch beitragsfreie Einrichtungen der Chancengleichheit und Integration für alle Kinder näher kommen wollen. Ein erster Schritt ist mit der Realisierung eines beitragsfreien Kindergartenjahres als Einstieg in eine allgemeine Beitragsfreiheit schon geschehen. Das zweite beitragsfreie Kindergartenjahr muss folgen. Hier sehen wir das Betreuungsgeld besser eingesetzt.


Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche

Vorhandene Städtische Freizeitangebote und Jugendtreffs müssen erhalten bleiben. Mit Investoren können zusätzlich zeitgemäße Freizeitangebote (z.B. Discotheken) angeboten werden.

Jugendlichen werden wir noch mehr Gehör- und Mitspracherechte einräumen. Das Jugendparlament muss eine ausreichende finanzielle Ausstattung erhalten, um wirkungsvoll Jugendinteressen durchzusetzen.
Die SPD Stolberg setzt sich dafür ein, dass Spielplätze, Bolzplätze und Grünanlagen mit Spielmöglichkeiten für alle Altersgruppen zur Verfügung stehen, attraktiv gestaltet und gepflegt werden.


Erwachsenenbildung

Die SPD Stolberg fördert die Arbeit der Volkshochschule (VHS) und des Helene-Weber-Hauses. Die Erwachsenenbildung ist ein wichtiger Baustein des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Durch die rasante Entwicklung und den technische Fortschritt ist lebenslanges Lernen unerlässlich.


Förderung des Sports

Sport in Schulen, Vereinen oder Freizeit ist eine wichtige Grundlage für gesunde Kinder, Jugendliche, Erwachsene, behinderte Menschen und Senioren. Sport bietet außerdem die Möglichkeit zum Aufbau sozialer Kontakte.


Kooperation Sport und Schule

Mit der Einrichtung eines runden Tisches, an dem sport- und kulturtreibende Vereine und Schulen teilnehmen, soll es ermöglicht werden, die Kooperation zu verbessern und Synergieeffekte zu erzielen. Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen gewährleistet eine optimale Nachmittagsbetreuung. Gleichzeitig können die Vereine zusätzliche Mitglieder für sich gewinnen.


Fusionen fordern und fördern

Durch geeignete und moderne Sportstätten kann eine verbesserte Nachwuchsförderung betrieben und unter Umständen ein Abwandern der Sportler in Vereine außerhalb Stolbergs unterbunden werden. Die SPD fördert insbesondere im Bereich des Fußballs Vereinsfusionen. Durch Fusionen kann auch die Zahl der Sportstätten reduziert und erheblich Kosten gespart werden. Als Gegenleistung wollen wir Sportstätten sanieren und modernisieren, insbesondere durch Umwandlung von Tennen- in Rasenplätze. Zur Finanzierung ziehen wir Erlöse heran, die aus der Veräußerung von Bauland stammen, gewonnen aus der Umwandlung von nicht mehr benötigten Sportstätten in Bauland. Die vom Land gezahlte Sportpauschale wird selbstverständlich, wie verpflichtend vorgeschrieben, ausschließlich für Zwecke des Sports verwandt.


Modernisierung des Stadiums Glashütter Weiher

Erste Schritte hin zur Modernisierung des Sportstadiums Glashütter Weiher sind gemacht. Weitere müssen folgen. Das Stadium bietet mit dem Schwimmbad und den Sporthallen ein für viele Sportarten wichtige Infrastruktur.


Ehrenamt

Die SPD setzt sich für eine Honorierung des ehrenamtlichen Engagements ein. Die in Stolberg eingeführte Ehrenamtskarte gibt den ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern Stolbergs Vergünstigungen in städtischen Einrichtungen, dem Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV), bei Kultur- und Sportveranstaltungen oder Ähnlichem. Das Ehrenamt ist der Mittelpunkt jeden Vereins und eine unserer Stützen des gesellschaftlichen Lebens. Die SPD Stolberg will weiterhin alle ehrenamtlichen Tätigkeiten fördern.


Interessen von Frauen berücksichtigen

Die Interessen der Frauen in unserer Stadt werden durch die Sozialdemokratinnen und –demokraten bei allen wichtigen Entscheidungen berücksichtigt. Im Dialog mit Gewerkschaften, Verbänden und Organisationen werden wir daran arbeiten, Bedürfnisse von Frauen rechtzeitig zu erkennen. In allen familien- und sozialpolitischen Fragen werden die Gleichberechtigung und die Gleichbehandlung von Mann und Frau sichergestellt.