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Pressespiegel:

Stolberg, 25. Januar 2012

Keine Mehrheit für „exzessive Mieterhöhung“

Stolberg. Zahlreiche Kultur- und Sportvereine in Stolberg können aufatmen – zumindest vorerst. Die Stadt ist gestern Abend im Rat mit ihrem Vorhaben gescheitert, die Mieten für ihre Mehrzweckhallen von derzeit 102 auf 250 Euro pro Tag zu erhöhen. Zwar erteilte das Gremium einstimmig den Auftrag, eine überarbeitete Fassung der seit fast zehn Jahren gültigen Entgeltordnung zu erarbeiten. „Eine derartig exzessive Erhöhung werden wir aber mit Sicherheit nicht mittragen“, kündigte SPD-Fraktionschef Dieter Wolf auch im Namen des Koalitionspartners CDU an.

Kritik wurde auch an der von Ferdi Gatzweiler geäußerten Bewertung der finanziellen Situation der Vereine geübt. In seiner Vorlage hatte der Bürgermeister erklärt, dass die Anhebung auch in einem solchen Maße aufgrund steigender Kosten gerechtfertigt und für die Vereine verkraftbar sei – schließlich erzielten die Nutzer mit ihren Veranstaltungen in der Regel einen nicht unerheblichen Gewinn. „In der Zukunft sollten solche pauschalen Ausführungen vermieden werden“, empfahl Rolf Engels (SPD). „Auf die meisten Nutzer trifft dies keinesfalls zu.“

Die neue Entgeltordnung, so der Beschluss, soll sich am Mietpreis- oder Lebenshaltungskosten-Index orientieren. Anwendung wird sie nicht nur bei den Mehrzweckhallen, sondern auch bei den Aulen der Schulen und dem Theatersaal des Kulturzentrums finden. (gro)

Quelle: STZ vom 25.01.12

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