Pressespiegel:

  • 10. August 2017

Ein besserer Ruf für den sozialen Wohnungsbau

Sozialer Wohnungsbau Toni Grendel, Patrick Haas, Jürgen Schmitz, Thoimas Wüller

Stolberg. Sozialer Wohnungsbau: Ein Begriff, der meist mit negativen Eigenschaften verbunden wird. Dabei könnte jeder Bürger darauf angewiesen sein – wie die Zahlen der Sozialraumplanung der Stadt belegen. Etlichen Stolbergern stehe ein Wohnberechtigungsschein zu – je nach Stadtviertel liegt die Zahl bei 50 Prozent. Es gebe allerdings ein Problem: Den Betroffenen sei meist nicht bewusst, dass sie ein Recht darauf haben, wissen Patrick Haas, Fraktionsvorsitzender der Stolberger SPD, Jürgen Schmitz, Fraktionsmitglied der SPD, Toni Grendel, Sprecher der SPD im Ausschuss für Soziales und Generationengerechtigkeit, sowie Thomas Wüller, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Selbst wenn dieses Wissen vorhanden wäre, gäbe es in Stolberg nicht genügend Wohnungen, um alle, die Anspruch hätten, unterzubringen. „Vergleicht man die Situation in Stolberg mit ähnlich großen Kommunen, besteht hier ein erhebliches Defizit“, sagt Toni Grendel.

Aus diesem Grund will die Stolberger SPD einen entsprechenden Antrag in den Hauptausschuss einbringen. Im Koalitionsausschuss sei das Thema bereits besprochen worden. Der Antrag an die Verwaltung beinhaltet unter anderem die Erstellung eines Handlungskonzepts „Wohnen“, um weitere Förderungen für den öffentlich geförderten Wohnungsbau zu erhalten. Dieses Konzept könnte sich in drei verschiedene Abschnitte gliedern lassen. Darunter eine Analyse und Bewertung des aktuellen Wohnungsmarktes, die zukünftige Entwicklungsowie Strategien und Maßnahmen, um die festgelegten Ziele zu erreichen.

Außerdem schlagen die Sozialdemokraten vor, dass eine Projektgruppe „Wohnen“ eingerichtet wird, die sich ämterübergreifend mit dem Thema Wohnraumentwicklung beschäftigt und nicht nur aus Mitglieder des Rates und der Verwaltung besteht, sondern bei Bedarf auch um Immobilienmakler, Banken und weitere Fachleute erweitert werden kann.

„Es ist jahrelang versäumt worden, dieses Thema anzupacken“, sagt Jürgen Schmitz, doch nun gehe man einen ersten Schritt in die richtige Richtung. (se)


„Vergleicht man die Situation in Stolberg mit ähnlich großen Kommunen, besteht hier ein erhebliches Defizit.“

Toni Grendel,

Sprecher der SPD im ASG

Quelle: STZ vom 10.08.2017