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Pressespiegel:

Stolberg, 14. August 2010
Bergschäden am Donnerberg ...

VR-Bank will Sanierung und Kosten tragen

Anna-Klöcker-Straße
Quelle: STZ
Stolberg. Ob Freitag, der 13. zu einem glücklichen Tag für die Bewohner der Anna-Klöcker-Straße wird, muss sich in den nächsten Wochen noch herausstellen, wenn es um die genauen Details geht. Aber „ein Anfang ist gemacht“, würdigt Sascha Sobotka die Erklärung der VR-Bank, die unserer Zeitung am Nachmittag erreicht und ein Entgegenkommen gegenüber den Betroffenen des Bergbaus in dem Neubaugebiet signalisiert:

„Die VR-Bank wird den Eigentümern anbieten, die erforderlichen Sanierungen durchzuführen und dort, wo noch nicht geschehen, entsprechende Bodenerkundungen vorzunehmen. Die VR-Bank beabsichtigt, alle im Rahmen dieses Angebots entstehenden Kosten zu übernehmen“, steht es Schwarz auf Weiß in der Erklärung der Bank geschrieben. Bei ihrer Entscheidung stehe für die VR-Bank im Vordergrund, „den Anwohnern wieder Sicherheit zu geben und die in den letzten Wochen entstandenen Ängste zu nehmen“. Bereits in der kommenden Woche will das Geldinstitut die Gespräche mit den Hausbesitzern über die Details ihres Angebots aufnehmen.

Die bei der Fusion in der VR-Bank aufgegangene Volksbank Stolberg-Eschweiler hat die Immobilien in dem Neubaugebiet vermarktet, nachdem sie das Gelände am Lindchen über die Wohngenossenschaft von der Stadt übernommen hatte. Obwohl bereits 2003 ein Gutachten über Bergbauschäden der Bank vorlag, wurden Baugrundstücke ohne Hinweis darauf veräußert. Dabei schlossen „zumindest einige Verträge explizit eine Gefahr durch Bergbau aus“, formuliert es der Erste Beigeordnete Dr. Wolfgang Zimdars, der namens der Fraktionen und der Verwaltung noch in der letzten Woche dem Geldinstitut eine Frist gesetzt hat, eine „positive Entscheidung im Sinne der Bürger“ zu treffen und sich unverzüglich zur Sanierung und Kostenübernahme bereitzuerklären.

Dass diese Erklärung fristgerecht eintrifft, ist am Morgen noch ungewiss. Zu dieser Zeit sitzen die Führungskräfte des Geldinstituts zusammen mit Juristen und Gutachtern, beraten über Lage und Konsequenzen daraus. „Wir können die Ängste und Sorgen der Anwohner sehr gut nachvollziehen und nehmen diese ernst“, betont die VR-Bank, die sich zum eigentlichen Sachverhalt bisher nicht geäußert hat und sich auch gestern dazu nicht erklärt. Aber „nach Sichtung der technischen Gutachten und nach Prüfung zielführender Lösungsmöglichkeiten haben wir uns ungeachtet der komplexen, unklaren Rechtslage entschlossen, den Käufern eine unbürokratische Hilfe anzubieten“. Dabei stehe für die VR-Bank im Vordergrund, den Anwohnern Sicherheit zu geben und die in den letzten Wochen entstandenen Ängste zu nehmen.

Die sind vielseitig und unterschiedlich. „Differenziert nach verschiedenen Rechtslagen und verschiedenen Schadensbildern“ steht Rechtsanwalt Michael Kirsch, der mehr als ein Dutzend Betroffene vertritt, einer außergerichtlichen Einigung offen gegenüber. Noch in diesem Monat erwartet er die Abstimmung erster Lösungskonzepte, wobei die Vorstellungen der Mandanten die Spannbreite von Sanierung über Wertausgleich bis Rückabwicklung abdecken.

Erstes Anliegen ist ein Aufschub des für kommende Woche avisierten Straßenbaus. Der sei bereits laut Absprache zwischen Unternehmen und der BAG als Auftraggeber verschoben auf den 20. September, so die Information von Fachbereichsleiter Josef Braun. Zu einem ordnungsbehördlichen Einschreiten gegen einen Baubeginn bestehe kein Anlass. Genau dieses fordert aber Kirsch. SPD und CDU sicherten bei Ortsterminen dazu ihre Unterstützung zu.

Doch auch nach dem ersten Schritt der VR-Bank auf die Betroffenen zu sind noch viele Fragen zu klären – angefangen bei der Bauleitplanung durch die Stadt über Gutachten, die weitere kostenintensive Untersuchungen einfordern, die nicht veranlasst werden, bis hin zu Aspekten der Vertragsgestaltung.

Quelle: STZ vom 14.08.10

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