Entgeltgerechtigkeit – gleiche Bezahlung von Männern und Frauen

Fakt ist heutzutage immer noch, dass Frauen für gleichwertige Tätigkeiten im Schnitt bis zu 21% weniger verdienen als Männer im selben Job. Auch wenn Frauenlohngruppen längst der Vergangenheit angehören und eine Entgeltgruppe im Tarifvertrag für Männer und Frauen den gleichen Geldwert vorsieht, so werden Frauen im Arbeitsleben immer noch strukturell benachteiligt. Dies geschieht offen in Bereichen, wo Tarifverträge keine Geltung haben und subtil, da wo Tarifverträge formal eine gleichwertige Bezahlung vorsehen. Handelt es sich bei ersterem um den Chauvinismus rückständiger Arbeitgeber, so wird im Geltungsbereich von Tarifverträgen verdeckter operiert, –  bspw. dadurch, dass Tätigkeiten, die oftmals von Frauen ausgeübt werden, niedriger bewertet werden als Tätigkeiten, in denen Männer überwiegend tätig sind. 

Die SPD will das in Stolberg ändern. Um dies zu tun, müssen wir in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes unserer Stadt sicherstellen, dass Frauen und Männer für die gleiche Arbeit auch das gleiche Geld bekommen.  

Wir werden der Gleichstellungsbeauftragten die notwendigen Mittel und die politische Rückendeckung geben, um für die Kolleginnen ein gerechtes Entgelt durchzusetzen. Mit ihr gemeinsam und dem Bürgermeister werden wir ein Empowerment-Programm für weibliche Führungskräfte in der Stadtverwaltung auflegen. Ziel soll sein, die Hälfte der Führungspositionen bei der Stadtverwaltung mit Frauen zu besetzen.

Future Factory

Mit dem Projekt „Future Factory“ verbinden wir die Vorstellung, dass Wissenschaft und Industrie in unserer Kupferstadt einen Raum zur Kooperation erhalten. Die Stolberger Betriebe sind nahezu alle am globalen Markt tätig und konkurrieren mit anderen Unternehmen weltweit. Dies übt oft Druck auf Arbeitsbedingungen und damit letztendlich auf den Standort Stolberg aus. Um dem Trend der Produktionsverlagerung entgegenzuwirken, wollen wir den Faktor „Innovation“ stärken. Produkte deutscher Unternehmen zeichnen sich oftmals durch ihren hochinnovativen Charakter und die damit verbundene Qualität aus. Leider ist es so, dass kein Stolberger Großbetrieb eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung hat, wo Innovationen entwickelt werden. Das ist umso tragischer, als an den Aachener Hochschulen in unmittelbarer Nähe Fachpersonal ausgebildet wird, das Stolberger Betriebe durch Innovationen und Neuentwicklungen voranbringen kann. 

Die Unternehmen und das wissenschaftliche Potential der Hochschulen wollen wir in einem „Future Factory Lab“ zusammen bringen. Dies wäre ein Leuchtturmprojekt, welches mit Mitteln aus der Strukturwandelförderung finanziert werden könnte. Wir können so Arbeit und Beschäftigung in Stolberg halten und den Betrieben helfen in der Konkurrenz am Weltmarkt zu bestehen.